Fächerblick

Bürgerblatt 1/2018

Fächerblick

Bürgervereine und die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung

Liebe Karlsruher Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute mal den Fächerblick mit einem Thema in eigener Sache:
Karlsruher Bürgerinnen und Bürger haben sich schon früh zusammengeschlossen, um das Gemeinwohl zu fördern und die Interessen ihres jeweiligen Stadtteils gegenüber der Stadtverwaltung zu vertreten. Dabei liegen die Gründungen der ältesten Bürgervereine schon mehr als ein Jahrhundert zurück und damit haben sie viel Erfahrung bei der Partizipation in der kommunalen Verwaltung.

Historische Entwicklung

Ein allererster Bürgerverein wurde im selbstständigen Durlach bereits 1847 gegründet, also vor 170 Jahren im Rahmen der Vereinsgründungen in den 1840er Jahren. Nach dem Scheitern der 48er Revolution wurde dieser Bürgerverein nach 2 Jahren jedoch verboten und erlebte erst 1892 seine Wiedergründung. Im Stadtgebiet wurde der erste Bürgerverein bereits 1888 in der Südstadt gegründet. Darauf folgten andere Stadtteile, z.T. nach deren Eingemeindung.

Wenn sich Bürgervereine in der Weimarer Republik und nach 1945 zu wichtigen Gesprächspartnern der Stadtverwaltung entwickelt haben, so darf man nicht vergessen, dass anfangs der Bürgerverein die Belange der Bürger gegenüber dem Fürstenhaus durchzusetzen versuchte. Eine spezielle Periode war das Dritte Reich, während dessen die Bürgervereine nach und nach verboten wurden.

Bis 1925 gab es bereits in 15 Stadtteilen Bürgervereine. Langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass es nicht nur darum ging, den eigenen Stadtteil zu vertreten. Vielmehr erkannte man, dass bei stadtteilübergreifenden Themen eine übergeordnete Organisation vorteilhaft wäre: der Gedanke der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine (AKB) war geboren und die Gründung fiel in das Jahr 1925.

Heute sind unter der Dachorganisation „Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine e.V.“ alle 25 Karlsruher Bürgervereine zusammengeschlossen, die durch den AKB-Vorstand repräsentiert wird.

 

Das Selbstverständnis der Bürgervereine und der AKB

 

Die Bürgervereine verstehen sich als Scharnier zwischen den Bürgern und der Stadtverwaltung. Sie möchten sich politisch zum Wohle beider Seiten einsetzen, um letztendlich zu guten Ergebnissen für die Stadt zu kommen. Die Bürgervereine können ihre politische Arbeit aber nur dann effektiv und effizient ausführen, wenn sie rechtzeitig und umfassend über aktuelle Angelegenheiten informiert werden. Sie repräsentieren immerhin 75% der Bürger in Stadtteilen, die durch keinen Ortschaftsrat vertreten werden. Hier sind die Bürgervereine die einzigen Stadtteilvertreter.

Die Bürgervereine vertreten die Belange ihrer Stadtteile gegenüber der Verwaltung prinzipiell eigenständig. Stadtteilübergreifende Probleme werden in der AKB behandelt. Es wird aber sehr darauf geachtet, dass dabei nie in die Souveränität des betroffenen Bürgervereins eingegriffen wird. Auf Wunsch, und soweit nicht die Interessen benachbarter Bürgervereine dadurch negativ tangiert werden, unterstützt der Vorstand der AKB die Bürgervereine in der Umsetzung ihrer Anliegen.

Das ehrenamtliche Engagement der Bürgervereine orientiert sich stets am Gesamtwohl unserer Stadt Karlsruhe. Insoweit wirken alle zusammen an der Weiterentwicklung der Stadt mit. Die Bürgervereine sind zur politischen Neutralität verpflichtet. Dadurch gewährleisten sie eine politisch neutrale Kooperation mit den gewählten Vertretern der Parteien und Wählervereinigungen im Gemeinderat sowie mit der Stadtverwaltung.

Das ehrenamtliche Engagement der Bürgervereine orientiert sich stets am Gesamtwohl unserer Stadt Karlsruhe.

Bisherige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung

Nach und nach wurden sowohl die Bürgervereine einzeln, als auch die AKB, vertreten durch deren Vorstände, zu anerkannten Partnern der Stadtverwaltung. Ihnen wird seit geraumer Zeit Mitsprachemöglichkeiten bei verschiedenen kommunalen Entscheidungen eingeräumt.

Im Abschlussbericht der AG Bürgerbeteiligung der Stadt Karlsruhe vom April 2012 liest sich das in der Einführung (S. 1) so:

Dennoch kann die Stadt Karlsruhe mit dem fast 100-jährigen Wirken der Bürgervereine auf eine lange Phase praktizierter Bürgermitwirkung zurückblicken. Die Karlsruher Bürgervereine bringen für ihren jeweiligen lokalen Zuständigkeitsbereich kontinuierlich Bürgerauffassungen zu kommunalen Fragestellungen in Entscheidungsprozesse ein und haben hierfür Rederecht in den gemeinderätlichen Ausschüssen.

und weiter auf S. 4:

Seit Jahrzehnten liefert darüber hinaus die Arbeit der Bürgervereine für ihren lokalen Bereich einen kontinuierlichen Input an Bürgermeinung für kommunalpolitische Entscheidungen. Die Arbeit der Bürgervereine ist für die Kommunalpolitik eine wertvolle Bereicherung.

 

Es gibt tatsächlich eine Reihe von bewährten Elementen der Kooperation, die von den Bürgervereinen positiv gewürdigt werden. Diese sind:

  • Bürgerversammlungen bzw. Einwohnerversammlungen gemäß GemO §20a mit dem Herrn Oberbürgermeister
  • Kooperationsgespräche mit dem Dezernenten des Dezernats 2 und
  • Informationsveranstaltungen für Bürgervereine und Ehemalige

Diese Kooperationsformen beziehen sich aber i.A. auf Themen, die bereits bekannt sind, dabei jedoch aktualisiert und vertieft werden.

Für aktuelle Themen ist die formalisierte Teilnahme an gemeinderätlichen Ausschuss-Sitzungen, vor allem im Planungsausschutz, vorgesehen, bei denen Bürgervereine Rederecht haben.

Des Weiteren sollen hier weitere Kooperationsformen hervorgehoben werden, wie z.B.

  • Stadtvertreter bei Bürgerbeteiligungsveranstaltungen, Infoveranstaltungen, Bürgerforen oder AKB-Vollversammlungen und die
  • gute Ansprechbarkeit der Ämter.

 

Weiterentwicklung der Kooperation

Da in der Kooperation mit der Stadtverwaltung seitens der Bürgervereine Verbesserungspotential gesehen wurde, wurden 2017 grundsätzliche Gespräche dazu mit der Stadtverwaltung aufgenommen und Verbesserungsvorschläge unterbreitet: Die AKB forderte im Namen der Bürgervereine eine weitere Formalisierung der Kooperation im Sinne einer geregelten Informations- und Kommunikationsstruktur mit konkreten Vorschlägen.

Für eine ausgiebige Besprechung zur Verbesserung der Kooperation wurde die Vollversammlung am 15.11.2017, an der alle Bürgervereine teilnahmen, genutzt.

Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sprach und diskutierte ausführlich zum Thema Neue Entwicklung in der Stadtverwaltung und die Rolle der Bürgervereine.

Dabei ging er auf Fragen, Kritik und Klagen der Bürgervereine ein, um das Verbesserungspotential zu erläutern.

Konkrete Vorschläge bezogen sich auf die Kooperationsgespräche, die zukünftig halbjährlich unter der Leitung des neuen Dezernenten Dr. Albert Käuflein stattfinden sollen. Die zu besprechenden Punkte sollten sowohl von der Stadt als auch von den Bürgervereinen festgelegt werden. Dabei könnte auch die kontinuierliche Verbesserung

der Zusammenarbeit regelmäßig betrachtet werden.

Um für die verbesserte Zusammenarbeit ein Zeichen zu setzen, schlug Herr Dr. Mentrup vor, der AKB bei den Gemeinderatssitzungen einen festen Sitz auf der Empore des Bürgersaals zu reservieren. Des Weiteren sagte der Oberbürgermeister zu, die Ämter dahingehend im Sinne eines kulturellen Wandels zu sensibilisieren, wann Bürgervereine zu kontaktieren seien.
Der Vorsitzende dankte Herrn Dr. Mentrup für seine Ausführungen und Vorschläge. Er fasste dahingehend zusammen, dass ein vielversprechender Prozess in Gang gekommen sei, der Entwicklungspotential enthielte.

Ihr AKB-Vorsitzender
Dr. Helmut Rempp

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Christbäume und Weihnachtsbeleuchtung in Karlsruhe

Liebe Karlsruher Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Weihnachten ist das beliebteste christliche Fest für (fast) alle in unserem Kulturkreis, nicht nur für sehr gläubige Menschen, auch für nur lose mit der Kirche Verbundene oder sogar ehemals Gläubige, Agnostiker und Atheisten. Ursprünglich war Weihnachten vorrangig ein Fest der Gemeinschaft und der Familie. Der Kommerz nutzt dieses Fest allerdings jedes Jahr intensiver und versucht zunehmend eine Säkularisierung des Festes.

Zu den typischen Weihnachtsbräuchen zählt seit Jahrhunderten der mit Kerzen beleuchtete Nadelbaum. Dieser Weihnachtsbrauch verbreitete sich im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt.

Ausgerechnet dieser Weihnachtsbrauch wurde 2016 in die Sparmaßnahmen der Haushaltsstabilisierung zweifach einbezogen:

  • Auf der Streichliste standen die Christbäume im Stadtgebiet,
  • aber auch die Weihnachtsbeleuchtung auf den Friedhöfen (Hauptfriedhof/ Stadtteilfriedhöfe).

Unangetastet blieb die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt. Ja, sie sollte 2017 sogar durch eine neue innovative Konzeption ersetzt werden.

Christbäume im Stadtgebiet

Ein erstes Maßnahmenpaket mit 124 Sparmaßnahmen war der Entscheidung des Gemeinderats vorbehalten.

Die Arbeitsgemeinschaft der Karlsruher Bürgervereine (AKB) befasste sich mit diesen 124 Maßnahmen und traf eine kritische Auswahl der Maßnahmen mit übergeordneter Breitenwirkung. Unter drei ausgewählten Maßnahmen war die „Aufgabe der Aufstellung von Christbäumen im Stadtgebiet“ als Maßnahme M6_GBA des Gartenbauamtes. Darüber sollte im Gemeinderat am 26.4.2016 debattiert und abgestimmt werden.

In einem Brief an die Mitglieder des Gemeinderats am 20.4.2016 hat die AKB Einspruch gegen diese Maßnahme M6 mit folgender Argumentation eingelegt (Auszüge):

Christbäume in den Stadtteilen, aber auch Weihnachtsbaumbeleuchtungen auf dem Hauptfriedhof und den Stadtteilfriedhöfen gehören zu unserem kulturellen Erbe. Vor allem in Zeiten der Integration ausländischer Kulturen dürfen wir unsere Symbole nicht aufgeben. ….. Noch weniger Verständnis hat die AKB für die Aufgabe der Aufstellung von Christbäumen, wenn jetzt feststeht, dass die Schlosslichtspiele 2016 beschlossene Sache sind. Der Bürger würde sicher nicht verstehen, warum ein (christliches) Kultursymbol gestrichen wird – und das in der propagierten Weihnachtsstadt Karlsruhe – und die ….. Lichtspiele stattfinden sollen.

Der AKB fordert, die Christbäume in den Stadtteilen weiterhin aufzustellen. …….

Der Gemeinderat wies in seiner darauffolgenden Sitzung die Aufgabe der Christbäume im Stadtgebiet zurück. Folgerichtig konnten wir uns in den Stadtteilen auch 2016 wieder an den Christbäumen erfreuen. Welchen Anteil der Einspruch der AKB an der Gemeinderatsentscheidung hatte, sei dahingestellt. Ganz wirkungslos wird er nicht gewesen sein.

Diese Christbäume wären nicht mehr gekommen: z.B. Südweststadt
Quelle: Jürgen Sickinger

Weihnachtsbeleuchtung auf den Friedhöfen

Ein zweites Maßnahmenpaket mit 175 Sparmaßnahmen aus dem Geschäft der laufenden Verwaltung war allein in der Verantwortung der Stadtverwaltung. Die Umsetzung dieses Maßnahmenpakets wurde nach Ankündigung im Gemeinderat vom 26.01.2016 bereits frühzeitig eingeleitet. Da es 2016 nochmals eine Möglichkeit gab, die Weihnachtsbaumbeleuchtungen auf den Friedhöfen zu installieren, hätte die Maßnahme effektiv 2017 gegriffen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Karlsruher Bürgervereine (AKB) befasste sich mit den 175 Maßnahmen und traf eine kritische Auswahl der Maßnahmen, auch hier mit übergeordneter Breitenwirkung. Unter drei ausgewählten Maßnahmen war der „Verzicht auf die Weihnachtsbaumbeleuchtungen auf dem Hauptfriedhof und den Stadtteilfriedhöfen“ als Maßnahme M4_FBA des Friedhof- und Bestattungsamtes.

Eine Umfrage der AKB im Frühjahr 2017 in 19 Stadtteilen mit 23 Stadtteilfriedhöfen (bei Ortschaftsräten und Bürgervereinen) ergab, dass auf 18 Stadtteilfriedhöfen am 24. Dezember nachmittags gut besuchte Weihnachtsfeiern durchgeführt werden, und das jeweils mit einem beleuchteten Christbaum. Die Umfrage ergab auch ein eindeutiges Votum, die Weihnachtsbeleuchtung beizubehalten. Ohne sie wären die Weihnachtsfeiern gefährdet, so das Umfrageergebnis.

Auf dieser Basis kontaktierte die AKB mit einem Brief die Stadtverwaltung am 29.5.2017 und argumentierte folgendermaßen gegen die Streichung (Auszüge):

….der Wegfall der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Hauptfriedhof und den Stadtteilfriedhöfen stößt bei den Bürgerinnen und Bürgern genauso wenig auf Verständnis wie die Streichung der Stadtteilchristbäume, die durch den Gemeinderat 2016 abgelehnt wurde.
In Karlsruhe gibt es neben dem Hauptfriedhof 23 Stadtteilfriedhöfe. Auf 18 dieser 23 Stadtteilfriedhöfe werden am 24. Dezember nachmittags Weihnachtsfeiern durchgeführt. Diese Weihnachtsfeiern sind gut besucht und stellen eine lange Tradition dar. In kleineren Stadtteilen besuchen mehr als Einhundert, in größeren Stadtteilen einige Hundert Bürgerinnen und Bürger diese feierlichen Gedenkstunden, die von Musikvereinen, Gesangsvereinen, Bläserchören oder Akkordeongruppen veranstaltet werden. Sie bereiten den Menschen eine große Freude und sind geradezu der Beginn des Weihnachtsfestes. Daher sind von Jahr zu Jahr mehr Besucher zu verzeichnen.

Nach einer Umfrage der AKB bei den Ortschaftsräten und den Bürgervereinen, ….. hat sich gezeigt, dass fast ausnahmslos alle die Weiterführung der Weihnachtsbaumbeleuchtungen auf den Stadtteilfriedhöfen wünschen. …….
Es wird von Gesprächen berichtet, dass diese Veranstaltungen für die Besucher so schön feierlich seien und ihnen ein gutes Gefühl gebe, ihre verstorbenen Angehörigen an diesem Abend mit einbezogen zu haben. Und dass das so ist, bedarf es eines würdigen Rahmens. Hierzu gehört auch die Weihnachtsbeleuchtung am Tannenbaum auf dem Friedhof.
………. Überhaupt kein Verständnis für diese Maßnahme wird aufgebracht, wenn Karlsruhe sich einerseits als Weihnachtsstadt mit zukünftig neuer Weihnachtsbeleuchtung präsentiert und in traditionellen Bereichen das Weihnachtslicht ausgehen soll. Ohne eine Weihnachtsbeleuchtung würden die Weihnachtsfeiern ein Auslaufmodell darstellen.
Als AKB-Vorsitzender möchte ich Sie deshalb im Namen aller betroffenen Ortschaftsräte und Bürgervereine aus all den genannten Gründen bitten und stelle den Antrag, von dieser „Einsparmaßnahme“ abzusehen und sie nicht weiter zu verfolgen. …….

Im Antwortschreiben wurde die Beibehaltung unter Bedingungen zugesichert (sinngemäße Wiedergabe):

Da es im Hinblick auf die Haushaltsstabilisierung geboten ist, die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen, kann die Beibehaltung nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Dezernenten und dem zuständigen Amtsleiter erfolgen. Und das unter der Auflage, dass zur Erreichung des Einsparziels das Friedhof- und Bestattungsamt alternative Einsparungen generiert. Wenn dies zu Serviceeinschnitten führen muss, sollte dies Verständnis bei der Bevölkerung finden.

An dieser Stelle möchte sich die AKB bei der Stadtverwaltung, aber vor allem beim Amtsleiter Herrn Vogel sehr herzlich bedanken, dass alternative Einsparpotentiale zugunsten der Weihnachtsbeleuchtung gefunden werden konnten.

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Sicherheit in Karlsruhe – aus dem neuen Sicherheitsbericht und der Kriminalstatistik 2016

Liebe Karlsruher Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die guten Nachrichten zuerst: In der Stadt Karlsruhe ging die Anzahl der im vergangenen Jahr von der Karlsruher Polizei erfassten Straftaten um 4,5% gegenüber 2015 zurück und zwar auf 31.821 Delikte. Und die Aufklärungsquote verbesserte sich immerhin um 1,1% auf über 58%. Vergleichen wir uns mit anderen großen Städten in Baden-Württemberg, so liegt Karlsruhe im Mittelfeld, noch vor Freiburg, Mannheim und gleichauf mit Heidelberg. Nur Stuttgart weist etwas weniger Delikte bezogen auf 100.000 Einwohner aus.

Jedoch liegt die Anzahl der Delikte absolut hoch und war 2015 durch einen Spitzenwert gekennzeichnet.

Dieses und vieles mehr kann man dem aktuell erschienen Sicherheitsbericht für das Jahr 2016 des Ordnungs- und Bürgeramtes der Stadt Karlsruhe entnehmen, in der die polizeiliche Kriminalstatistik 2016 eingearbeitet ist.

Es darf angenommen werden, dass die positive Entwicklung der Zahlen auch dadurch zustande kommt, dass die gute Zusammenarbeit, die insbesondere das Ordnungs- und Bürgeramt seit Jahren mit dem Polizeipräsidium Karlsruhe pflegt, ihren Teil dazu beigetragen hat. Zentrale Rolle bei der Kriminalitätsbekämpfung kommt aber der Polizei zu. Lt. Artikel in der SatdtZeitung vom 24. März 2017 verlautet aus dem Polizeipräsidiums Karlsruhe:

Der Polizeipräsident Günther Freisleben beurteilt die Lage, vor allem aber in der Fächerstadt selbst, als „insgesamt sehr sicher“ und war „mehr als zufrieden mit der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen“. Diesen gelinge es „trotz der geringsten Personalausstattung im Polizeidienst seit Jahrzehnten und der hohen Einsatzbelastung“, zu einem kontinuierlichen Rückgang der Kriminalitätsrate entscheidend beizutragen.

Nach Deliktsbereichen

Nach Deliktsbereichen zeigt sich ein differenziertes Bild. Wenn, wie bereits erwähnt die Straftaten insgesamt um 4,5% zurückgegangen sind, so zeigt sich erfreulicherweise ein sogar stärkerer Rückgang bei folgenden Deliktbereichen:

  • der Gewaltdelikte um 11,3%
  • bei Ladendiebstählen um 21,8%
  • der Straßenkriminalität um 11,4% und
  • bei einfachem Diebstahl um 18,8%, bei schwerem Diebstahl um 7,7%.

 

Eine deutliche Zunahme zeigt sich allerdings z.B.

  • bei Rauschgiftkriminalität um 18,8% .

 

Steigt man in der Kriminalitätsstatistik noch etwas vertiefter ein, findet man auch interessante Zahlen zu einzelnen Deliktsbereichen:

Folgende Rückgänge sind zu vermelden

  • Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg sind stark rückläufig mit 9,5%, jedoch in der Stadt Karlsruhe nur ein Rückgang um 1,5%. Die Aufklärungsquote steigt seit 2013 kontinuierlich an (siehe Grafik).
  • deutlichste Abnahme beim Computerbetrug um 84,4%,
  • deutlich zurück ging auch der Handtaschenraub um 52,4%,
  • rückläufig sind schwere Diebstählen von oder aus Kraftfahrzeugen um 32%,
  • ein Minus von 21,8% bei den Ladendiebstählen und
  • auch die Zahl der Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen ging spürbar zurück um 21,8%.

Weiter angestiegen sind

  • Aggressionsdelikte an um 4,1%,
  • sexuelle Beleidigungen um 28,2%,
  • schwere Ladendiebstähle um 25,3% und
  • der Diebstahl aus Dachspeicher oder Keller um 74,1%.

 

 

Traditionell waren Aggressionsdelikte Körperverletzungen und Schlägereien auf der Straße oder in Bahnen innerhalb von Gruppen oder gegen Unbeteiligte. Immer mehr kommt aber auch Gewalt gegen Polizeibeamte – wie auch gegen andere Staatsbedienstete – auf, die große Sorge bereitet. Dabei wird die Polizei nicht nur bei der Durchsetzung von Zwangsmaßnahmen angegriffen, sondern auch bei Demonstrationen oder im Umfeld von Fußballspielen, ja sogar zunehmend bei alltäglichen Einsätzen wie bei häuslichen Auseinandersetzungen oder bei Fahrzeugkontrollen.

Dieser Bericht zur Sicherheit in Karlsruhe wird im nächsten Heft fortgesetzt, nicht ohne an dieser Stelle der Polizei für ihren hervorragenden und nicht immer ungefährlichen Einsatz zum Wohle unserer Stadtgesellschaft zu danken.

Ihr AKB-Vorsitzender
Dr. Helmut Rempp

Kultur Nordwest 2017

Bald ist es wieder so weit.. die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir suchen immer noch fleißige Helferinnen und Helfer, die uns beim Gentränke Ausschank, an der Kasse, beim Auf- und Abbau, beim Spülen etc. unterstützen. Wenn Sie sich angesprochen fühlen melden Sie sich bitte per Mail unter (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen)

Vielfältige Attraktionen erwarten Sie, ein Programm für Jung und Alt, ein Programm, das für jeden Geschmack etwas bereit hält. Ein möglicher Reinerlös aus der Veranstaltung dient der Unterstützung von sozialen und gemeinnützigen Projekten im Rahmen des Karl-Ott-Förderpreises. Wenn die Nordweststadt feiert, dann bedeutet dies beste Unterhaltung und gute Laune. Kommen Sie und feiern Sie mit uns. Wir freuen uns auf Sie bei „Kultur Nordwest“!

aus dem Rathaus – Heimattage 2017

Heimattage leisten Beitrag

zur Gestaltung der Zukunft

 

Was bedeutet Heimat für uns? Und was verstehen wir im Speziellen unter unserer Karlsruher „Heimat“? Diese Fragen wird jede Karlsruherin und jeder Karlsruher unterschiedlich beantworten. Jeder Mensch hat eine ganz eigene Vorstellung von Heimat. Ort, nach dem ich mich in der Fremde sehne, Zuhause, Familie, Landschaft, Traditionen, Werte, Geborgenheit oder Erinnerungen: Heimat ist ein subjektiver, mit unterschiedlichen Gefühlen besetzter Begriff. Vor diesem Hintergrund ist es spannend, gemeinsam auf die Suche zu gehen nach unserer Heimat. Die Heimattage, die in diesem Jahr in Karlsruhe stattfinden, bieten die beste Gelegenheit dazu.

 

Bei den seit 1978 vom Land Baden-Württemberg veranstalteten Heimattagen ist die pulsierende Großstadt Karlsruhe, in der unterschiedliche Kulturen und vielfältige Lebensentwürfe aufeinander treffen, die bisher größte Stadt als Ausrichterin. Und wir wollen bei den diesjährigen Heimattagen gemeinsam ausloten, was die Besonderheiten unserer Karlsruher Heimat sind, wo unsere Stärken liegen, was die Menschen mit Karlsruhe verbinden. Wir wollen erfahren, ob es eine „Karlsruher Identität“ und ein gemeinschaftliches „Wir-Gefühl“ gibt, und ergründen, wie sich dieses über die Zeit verändert hat und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.

 

Ich freue mich schon sehr auf das vielfältige Programm der Heimattage. Den Beginn markiert der Baden-Württemberg-Tag am 6. und 7. Mai, auf dessen „Entdeckermarkt“ sich Industrie, Handel, Tourismus, Kirchen, Vereine und Verbände präsentieren. Ab dem 6. Mai steht dann auch das aus zwei Riesenrädern bestehende Karlsruher RiesenFahrrad auf dem Schlossplatz. Zudem findet parallel ein verkaufsoffener Sonntag statt, der ebenfalls für reichlich Leben in der Innenstadt sorgt.

 

Besonders bemerkenswert finde ich das Volkstheater Projekt „Inschrift Heimat“ des Badischen Staatstheaters, das über Monate hinweg an verschiedenen Plätzen Heimat-Gedanken, Fundstücke, Bildmaterial oder auch Interviews sammelte. Diese werden nun zu einem Stück verarbeitet, in dem auch viele Bürgerinnen und Bürger auf der Bühne mitwirken. Auf die Uraufführung am 24. Juni bin ich schon heute sehr gespannt. Ein weiterer Höhepunkt ist die Doppelausstellung „Karlsruher Heimaten“. Das Stadtmuseum hinterfragt zunächst gängige Klischees und thematisiert dann in den Kapiteln „Heimat suchen“, „Heimat finden“, „Heimat bauen“, „Heimat zerstören“ und „Heimat inszenieren und instrumentalisieren“ neue Aspekte der Stadtgeschichte. Das Durlacher Pfinzgaumuseum stellt in seinem Part die 27 Karlsruher Stadtteile in den Mittelpunkt und untersucht, wie unterschiedliche Stadtteilidentitäten überhaupt entstehen. Ich kann ihnen nur ans Herz legen, sich mit der Präsentation in den beiden Museen und deren Ergebnissen auseinanderzusetzen.

 

Darüber hinaus steht in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum an: „200 Jahre Fahrrad“, das durch den Karlsruher Fahrraderfinder Karl Drais eng mit unserer Stadt verknüpft ist. „Ganz schön Drais“ heißt es beim Fahrradwochenende auf dem Schlossplatz und dem Gelände des Kreativparks Alter Schlachthof, das vom 25. bis 28. Mai eingeführte Veranstaltungen und neu entwickelte Projekte bündelt. Die Heimattage setzen aber auch auf erfolgreiche Formate. So sind beim Korso „Tribut an Carl Benz“ am 11. Juni über 450 Oldtimer zu sehen, und vom 3. August bis zum 10. September geht der vom ZKM kuratierte Publikumsrenner Schlosslichtspiele Karlsruhe in seine dritte Runde.

 

Die Landesfesttage Baden-Württemberg bilden dann vom 8. bis 10. September den spektakulären Abschluss. Bei diesen stehen traditionell Werte und Bräuche der Region und des Landes im Vordergrund. Und zum Finale präsentiert der Landesfestumzug am Sonntag ein farbenfrohes Spektakel aus Festwagen, Fußgruppen, Musik- und Trachtengruppen.

 

Ich möchte Sie sehr herzlich einladen, die Heimattage Baden-Württemberg 2017 gemeinsam mit uns zu feiern. Treten Sie in Dialog mit anderen Bürgerinnen und Bürgern und setzen Sie sich mit dem Heimatbegriff auseinander. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Mitgestaltung unserer Heimat und unserer gemeinsamen Karlsruher Zukunft.

 

Dr. Frank Mentrup

Oberbürgermeister

Jugendforum

Was steht an in nächster Zeit?

„Jugendforum Nordweststadt“

Welcher Tag? Freitag, 24. März 2017
Wann und wo genau? Ab 17 Uhr, Kinder- und Jugendhaus, Kurt- Schumacher- Str. 1
Für wen? Alle Jugendlichen ab 12 Jahren

Was wird gemacht?

Erst einmal: vielen Dank an alle Jugendlichen, die bei unserer Fragebogenaktion mitgemacht haben. Nun geht es weiter. Wir möchten mit euch ins Gespräch kommen.

Habt Ihr Anliegen, die Ihr schon immer mal der Stadt mitteilen wolltet? Findet Ihr, dass die Nordweststadt genügend an die Jugendlichen denkt oder gibt es etwas, was Ihr gerne ändern würdet? Habt Ihr genügend Möglichkeiten, Eure Freizeit sinnvoll zu verbringen? Habt Ihr vielleicht eine kleine oder auch große Idee? Oder seht Ihr vielleicht ein Problem und würdet dieses gerne gemeinsam lösen?

Wir setzten uns mit Euch zusammen und sammeln Themen, die wir dann zusammen an der anstehenden Jugendkonferenz am 20. Mai einbringen werden.

Zum gemeinsamen Abschluss essen wir gemütlich Pizza J. Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Ideen!

Falls Sie und Ihr Kind Interesse an unseren Angeboten und Programmen des Aktivspielplatzes und des KJH Nordweststadt haben, dann kommen Sie gerne bei uns vor Ort vorbei, rufen Sie uns an oder schauen Sie einfach auf unseren Internetseiten rein.

http://stja.de/kjh-nordweststadt/ oder http://stja.de/aktivspielplatz-nordweststadt/

Wir freuen uns über alle interessierten Eltern und Besucher*innen!

Mareike Wingenfeld

„Export“ der Heimat (in Ergänzung zu Heft 6 S.46)

Dr. Helmut Rempp

Beitrag von Herrn Dr. Helmut Rempp, 1. Vorsitzender der AKB (Arbeitskreis Karlsruher Bürgervereine). Mit dem nachfolgenden Link gelangen Sie zum vollständigen Beitrag aus dem Fächerblick.

Bürgerblatt 6/2016 Fächerblick

 

 

 

Rahmenplan Nordweststadt

Hinter­grund des Rahmen­plan­pro­zes­ses:

Die Nordwest­stadt befindet sich westlich des Natur­schutz­ge­biets „Al­ter Flugplatz Karlsruhe“. Der gesamte Stadtteil hat eine Größe von ca. 376 Hektar und ca. 11.600 Einwohner. Die Nord­west­stadt ist ein relativ junger Stadtteil und wurde erst Mitte der 70er Jahre des zwanzigs­ten Jahrhun­derts auf Berei­chen ­ge­bil­det, die zuvor zur Weststadt oder zu Mühlburg gehörten und die durch ältere Bebauung geprägt sind. Sieben „­Grün­dungs­sied­lun­gen“ stellen den Anfang der Wohnbe­bau­ung der Nord­west­stadt dar. Der überwie­gende Teil der Wohnbe­bau­ung ent­stand nach dem Zweiten Weltkrieg. Es sind daher sehr un­ter­schied­li­che Wohnungs­bau­ty­po­lo­gien vorhanden: Einzel- und Dop­pel­h­aus­be­bau­ung, Reihen- und Ketten­häu­ser, Geschoss­woh­nungs­bau aus verschie­de­nen Jahrzehn­ten und mit un­ter­schied­li­chen Höhen, z. B. Siemens­stadt, 1950er Jahre, zwei bis vier Geschosse; verdich­te­ter Geschoss­woh­nungs­bau der 70er Jahre, bis zu Wohnhoch­häu­sern der 70er Jahre.

Neben überwie­gend Wohnbe­bau­ung sind Nahver­sor­gungs­mög­lich­kei­ten und Einrich­tun­gen des Gemein­be­darfs ausrei­chend vorhanden. Es fehlt jedoch an urbanem Leben und Stadt­räu­men mit Auf­ent­halts­qua­li­tät sowie einer generellen „Mitte“. Vor allem in den Randbe­rei­chen befinden sich Gewer­be­be­trie­be

Das Areal Nancy-/Kußmaul­straße ist derzeit der einzige freie ­Bau­be­reich in der Nordwest­stadt. Das Grundstück gehört zu großen ­Tei­len dem Land, zu einem kleineren Teil dem Bund und einem pri­va­ten Investor. Hier soll aufgrund des hohen Wohnungs­be­darfs in Karlsruhe zeitnah Wohnraum geschaffen werden. Für diesen ­Teil­be­reich soll – als ein Vertie­fungs­be­reich des Rahmen­pla­nes – in einem ersten Schritt ein Rahmen­kon­zept entwickeln werden.

Ziele des Rahmen­plan­pro­zes­ses:

Die Nordwest­stadt verfügt über großzügige Straßen- und Freiräu­me vor allem zwischen den größeren Geschoss­woh­nungs­bau­ten. Hier ­lie­gen die größten Potenziale für eine behut­sa­me In­nen­ent­wick­lung unter Berück­sich­ti­gung der jewei­li­gen ­Ty­po­lo­gie. Dabei bildet der Baumbe­stand eine hohe Qualität, der in die Planung einzu­be­zie­hen ist. Ein großer Teil der Bebau­ung ist in energe­ti­scher, aber auch in gestal­te­ri­scher Hinsicht sa­nie­rungs­be­dürf­tig. Zudem ist die Barrie­re­frei­heit nicht ­über­all vorhanden. Gerade Vorschläge zur Verbes­se­rung der städ­te­bau­li­chen Struktur und sonstigen Infra­struk­tur, der Nah­ver­sor­gung sowie gemein­schaft­li­che Grün- und Frei­zeit­flä­chen/­Nah­er­ho­lung sollen erarbeitet werden. Zudem ist das vorhandene Erschlie­ßungs­sys­tem zu analy­sie­ren und ins­be­son­dere im Hinblick auf die Führung von Individual- und R­ad­ver­kehr zu optimieren. Das Aufzeigen von Punkten für eine mul­ti­mo­dale Verknüp­fung sowie von geeigneten Flächen – öffent­lich und privat – für den ruhenden Verkehr sind weite­re ­Ziele des Rahmen­plans.

Mit der Bearbei­tung des Rahmen­pla­nes Nordwest­stadt wurde das Pla­nungs­büro MESS (Kaisers­lau­tern/­Mann­heim) beauftragt, welches ­über die Sommer­mo­nate 2016 hinweg mit einer umfas­sen­den ­städ­te­bau­li­chen Analyse in den Prozess gestartet ist.

Sicherheitsbericht 2015

nachstehend finden Sie den Sicherheitsbericht des Ordnungs- und Bürgeramtes für das Jahr 2015.

Neben den aktuellen Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung in Karlsruhe enthält der Sicherheitsbericht auch in diesem Jahr wieder Informationen zum Kommunalen Ordnungsdienst und zu weiteren Handlungsschwerpunkten und Maßnahmen des Ordnungs- und Bürgeramtes.

Nachruf Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Fritz

Die Karlsruher Bürgervereine trauern um den langjährigen Vorsitzenden der

Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine e.V.

Prof. Dr.-Ing Wolfgang Fritz

Er verstarb nach schwerer Krankheit am 3. Februar im Alter von 74 Jahren.

Die Arbeitsgemeinschaft und die Bürgervereine insgesamt verlieren mit Wolfgang Fritz einen Menschen, einen Freund sowie einen engagierten Streiter um die Belange seiner Wahlheimat Karlsruhe und deren BFritz-Trauerürgerinnen und Bürger. Aufgrund seiner plötzlichen Erkrankung Ende November letzten Jahres wurde uns im Rahmen seiner Vertretung erst in vollem Umfang bewusst, in wieweit sich Wolfgang Fritz über die eigentlichen Geschäfte eines Vorsitzenden hinaus für unsere Stadt und Ihre Bürger engagiert hat. Dieses Engagement ist namentlich für einen Nicht-Karlsruher erstaunlich. Zeigt es aber auch, dass er hier nicht nur eine berufliche, sondern – und dies vor allem – in Karlsruhe und damit auch in seinem geliebten Baden eine neue, ganz private Heimat gefunden hat.

Über seine Arbeit im Bürgerverein der Oststadt kam er zur Mitarbeit im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine. Nach einigen Jahren als Stellvertreter übernahm Wolfgang Fritz 2002 den Vorsitz in diesem wichtigen Gremium. Als herausragendes Beispiel seiner immer auch auf das Miteinander der Bürgervereine gerichteten Bemühungen soll sein Verdienst um den Auftritt der Bürgervereine bei der alljährlichen Verbrauchermesse „offerta“ genannt werden. Dort haben die Bürgervereine sehr direkte Kontakte zu den Bürgern. Gleichzeitig finden aber auch die Bürgervereine untereinander die Möglichkeit, einander näher kennenzulernen. Inzwischen wurden dort viele freundschaftliche Kontakte geknüpft, die eine wesentlich effizientere Zusammenarbeit ermöglichen.

Inwieweit jüngst das Modell der Karlsruher Bürgervereine und deren Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe einerseits und der Bürgerschaft andererseits bundesweit Interesse findet, hat er leider nicht mehr erleben dürfen. Einen Tag nach seinem Tode haben sich die „Lübecker Nachrichten“ über das hier bestehende Bürgervereinswesen und der daraus entstehenden Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung eingehend erkundigt. Mögliches Ziel könnte dort der Aufbau einer ähnlichen Struktur sein. Dies allein hätte Wolfgang Fritz sicher mit einigem Stolz erfüllt. Wir werten solches als Anerkennung für sein unermüdliches, ehrenamtliches Engagement.

Jeder Mensch, der unsere Welt verlässt, hinterlässt eine Lücke. Die Lücke, die Wolfgang Fritz in unseren Reihen und in der Arbeit mit und für die Bürgervereine hinterlässt, ist kaum zu schließen. Uns bleibt nur der große Dank für sein Tun und das Versprechen, in seinem Sinn weiterzuarbeiten.

Für den Vorstand

Jürgen Sickinger

Zukünftige Events

Mai
5
Sa
09:00 Marktfrühschoppen und – Einweihung @ Markt auf dem Walther-Rathenau-Platz
Marktfrühschoppen und – Einweihung @ Markt auf dem Walther-Rathenau-Platz
Mai 5 um 09:00
Neben dem traditionellen Marktfrühschoppen auf dem Walther-Rathenau-Platz findet am Samstag den 05.05.2018 die offizielle Einweihung des neu gestalteten Wochenmarkt durch unseren OB Dr. Frank Mentrup statt.