Nachlese Forum Nordwest

Die Nordweststadt – ein vergessener Stadtteil?

Unter diesem Motto hatte die Bürgergemeinschaft (BG) zur Diskussion mit dem 1. Vorsitzenden der BG, Dr. Raphael Fechler und Vertretern der Gemeinderatsfraktionen und Einzelvertreter im Gemeinderat eingeladen. „Ein provokantes Motto“ schrieben die BNN. Ein Motto, mit dem die BG aufmerksam machen wollte auf die Themen, die den Bürgern der Nordweststadt am Herzen liegen. Ein Motto, das aus den Erfahrungen des Vorstandes der BG im Umgang mit der Stadtverwaltung heraus entstanden ist.

Alle Gemeinderatsfraktionen waren vertreten: Dr. Albert Käuflein für die CDU,  Doris Baitinger für die SPD, Dr. Heinz Golombeck MdB für die FDP, Alexander Geiger für die GRÜNEN, Dr. E. Fischer für die KAL und Stadtrat Jürgen Wenzel als Einzelvertreter für die FW. Tief beeindruckt hat sie allesamt die Fülle der Menschen, die in die Cafeteria von Haus Bethlehem gekommen waren, um mit zu diskutieren oder sich zu informieren.

Zur „Stadtteilentwicklung“ wurde u.a. die demographische Entwicklung mit all ihren Konsequenzen diskutiert. Aus Sicht der BG braucht es hier ein nachhaltiges Konzept. Die Stadt muss die Entwicklung aktiv begleiten und nicht erst reagieren, wenn akuter Handlungsbedarf besteht. So fehlt es z.B. an bezahlbarem Wohnraum für junge Familien.Stadtrat Dr. Käuflein sieht hier eine Möglichkeit zur Modernisierung der sog. „Siemens-Siedlung“.

Die mangelhafte Bürgerbeteiligung wurde heftig kritisiert. Am Beispiel der dauerhaften Ansiedlung des Rudolf-Steiner-Kindergartens wurde dies besonders deutlich. „Wir sind enttäuscht über die Vorgehensweise der Stadt“ betonte Dr. Fechler. Eine Reaktion, für die auch die  Vertreter der politischen Parteien Verständnis zeigten.  „Auch wir wurden hier nicht von der Verwaltung informiert sondern von der BG“, erklärt Geiger von den GRÜNEN.Bei den Planungen zum Areal der ehemaligen Artilleriekaserne sollten die Wünsche der Bürger höchste Priorität haben, so Dr. Eberhard Fischer von der KAL.

Besonders deutlich wurde der Wunsch nach einem Stadtteilzentrum, einer gelebten Mitte im Stadtteil. Hierzu gehört für die Bürger auch ein Bürgerzentrum. Ein „eigenes Gebäude“ stand hierfür nie zur Diskussion. Die BG hat von Anfang an auf Kooperation mit Partnern gesetzt. Die Planung, die der Stadt vorgelegt wurde, war zusammen mit der Werner-von-Siemens-Schule ausgearbeitet worden.

Die Situation zu Verbesserungen für den Heinrich-Köhler-Platz stellt sich schwierig dar. „Es ist der Politik nicht möglich,  über die Eigentümer zu entscheiden“, so Baitinger von der SPD. Es soll der Dialog mit den Menschen vor Ort und der Politik gesucht werden.

Die Jugendarbeit im Stadtteil ist ein wichtiges Anliegen. Dies wird dadurch unterstrichen, dass einige junge Menschen zur Veranstaltung

gekommen sind, um ihre Wünsche selbst vorzutragen. Probleme der Schulen, Betreuungsplätze für die ganz Kleinen und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für die Heranwachsenden – all das sind Themen, die den Gemeinderäten mit auf den Weg gegeben wurden, um Verbesserungen möglich zu machen.

Es war ein breites Spektrum, das die BG zur Diskussion stellte. „Manche Fragezeichen sind verschwunden, manche sind zu Ausrufezeichen geworden! Wir hoffen auf Antworten“, das war das Fazit, das Dr. Fechler nach zweieinhalb Stunden zog.

Weitere Informationen zum Forum finden Sie in der nächsten Ausgabe des Bürgerheftes, das am 16. Mai herausgegeben wird.

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